Ehrenamt

Foto: Ingo Kahle

Ausbildung

Die Ausbildungs zum ehrenamtlichen Hospizhelfer (Zertifikat) enthielt folgende Inhalte. 

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie, Sterblichkeit und den persönlichen Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer
  • Bedürfnisse sterbender Menschen
  • Rolle als Sterbebegleiter, Nähe und Distanz
  • Selbstfürsorge (z.B. Kraftquellen), Umgang mit den eigenen Grenzen
  • Kommunikation mit sterbenden Menschen und ihren Angehörigen
  • Spiritualität in der Sterbebegleitung
  • Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross
  • Die vielen Gesichter der Trauer – verschiedene Trauermodelle
  • Grundlagen in der Pflege sterbender Menschen, Kennenlernen von Pflegehilfsmitteln
  • Geschichte der Hospizbewegung, rechtliche Grundlagen
  • Grundlagen der Palliativmedizin
  • Begleitung demenziell erkrankter Menschen
  • Rechtliche Aspekte der Vorsorge (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung)
  • Rechtliche Aspekte der Bestattung und die Bedeutung von Trauerritualen

Beratung

Ausführliche  Information zum Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e.V. erhalten Sie hier.

Es gibt in Berlin eine Zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich und Angehörige über Hospize in Berlin informieren wollen.
Zentrale Anlaufstelle Hospiz ZAH
Internet: www.hospiz-aktuell.de: www.hospiz-aktuell.de

  • Dort erhalten Sie: 
  • Unterstützung bei der Suche nach kompetenten Ansprechpartnern und geeigneten Hilfseinrichtungen
  • Informationstelefon und persönliche Beratung zu Themen wie Sterbebegleitung, Palliative Pflege, Schmerztherapie, Trauer, Vorsorge, Patientenverfügung und ehrenamtliches Engagement in der HospizarbeitBeratung
  • Frau Amöna Landrichter, Projektleiterin
  • Telefon 030 / 40 71 11 13

    Montag, Dienstag und Freitag 9 – 13 Uhr
    Hermannstr. 256-258
    12049 Berlin
    U-Bahnhof Hermannplatz

     

Bitte beachten Sie auch die Links auf dieser Seite.

Meine ehrenamtliche Arbeit im Hospiz in Berlin: Schon in meiner Zeit als Redakteur und Moderator von „Zwölfzweiundzwanzig – Zu Gast bei Ingo Kahle“ habe ich Sendungen über das Sterben und auch über Sterbehilfe gestaltet – in Gesprächen mit Michael de Ridder, dem ehemaligen Leiter der Rettungsstelle im Berlin-Kreuzberger Urban-Krankenhaus, über seine Bücher „Wie wollen wir sterben?“ und „Welche Medizin wollen wir?“ sowie mit dem Palliativmediziner Prof. Gian Domenico Borasio über sein Buch „Selbst bestimmt sterben“. (Beide Gespräche können Sie auf dieser Seite unten anhören. Gerade Prof. Borasio berichtete mir im Interview. dass die Arbeit in einem Hospiz eine so außerordentlich dankbare Aufgabe sei, ja, dass man dort sogar mehr Heiterkeit erleben könne als in anderen Lebens- und Arbeitsbereichen und auch Pflegeeinrichtungen. Zudem weiß ich bei meiner Hospizarbeit, wovon ich rede: Ich habe eine Sterbebegleitung im unmittelbaren persönlichen Bereich – ich muss das so sagen – durchgestanden. Ich habe jedes Verständnis dafür, dass Menschen zuhause sterben wollen, aber auch dafür, dass Angehörige sagen: „Das schaffe ich nicht.“ Wenn ich „Gäste“, wie Patienten in Hospizen genannt werden, frage, wie es ihnen hier gehe, sagen sie unisono: „gut“. Studien zeigen, Lebensbedrohlich erkrankte Menschen gewinnen in Hospizen sogar Lebenszeit dazu. 

Im Nachhinein betrachtet hat mich jedenfalls das Gefühl, einen geliebten Menschen auf diesem Weg des Sterbens begleitet zu haben, für mein weiteres Leben sehr gestärkt. Man schätzt dieses doch noch einmal mehr als ohne eine solche Erfahrung, die ich natürlich niemandem wünsche. Nach meinem Ausscheiden aus dem rbb habe ich mir etwas Zeit gelassen, bevor ich die für die als ehrenamtlicher Hospizhelfer notwendige, mehr als 100-stündige Ausbildung begann – im Friederike-Fliedner-Hospiz des Evangelischen Johannesstiftes in Berlin-Wedding. Die Ausbildung beendete ich im November 2018 mit dem Erhalt des für ehrenamtliche Hospizhelfer erforderliche Zertifikates. (Siehe „Ausbildung“) Der Schwerpunkt meiner ehrenamtlichen Arbeit liegt nunmehr im Diakonie-Hospiz Berlin-Wannsee.