Ich bin nach wie vor bei keinem so genannten sozialen Netzwerk angemeldet, Hier trage ich Beobachtungen zusammen, die mich bewegen. Aus dem Leben über das Leben. Sozusagen ein Life-Blog.

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Radfahrer stirbt durch Radfahrer

 Foto: Ingo Kahle

Soll man es wieder und wieder beklagen? Ja! Ich darf das ganz besonders, vin ich doch fast täglich auf dem Rad unterwegs. Fahrradrowdys, die offenbar denken, aus scheinbar moralischer Überlegenheit dprften sie im Straßenverkehr alles. Beispiele: An der berliner Pfaueninsel fährt ein Radfahrer auf dem Fußweg an zwei Damen sehr eng vorbei. Sie führen einen mittelgroßen Hund an der Leine. Dieser erschrickt wie jene und bellt. Darauf stößt der Rowdy wilde Flüche gegen die Danen aus, voon denen „Fi… Dich!“ nocj der geringste bleibt.

Wenig später: Ich stehe an einer Fußgängerampel, vor mir der Radweg. Ich will die Straße überqueren, mein Fahrrad schiebend. Die Autos halten. Es wird grün für die Fußgänger. Zu meinem Glück und meiner Sicherheit als – wie gesagt – begeisterter Radfahrer schaue ich auch bei grüner Fußgängeerampel immer nach links und rechts, der Radfahrer wegen, denn eine Situation wie diese habe ich schon oft erlebt: Ein Rennradfahrer schießt bei voll rot an mir vorbei.

500 Meter weiter ist durch ein solches Verhalten eines Radfahrers ein anderer Pedalist ums Leben gekommen. Siehe Foto.22.04.3026

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Rettet den Hauptsatz!

Wider die Unsitte von Neu-Sprech in gespaltenen Sätzen wie „Deer Mann, der hat gesagt.“ Für korrektes Deutsch: „Der Mann hat gesagt.“

„Das Wetter ist heute schön.“ Eine angenehme Tatsachenfeststellung in einem einfachen Hauptsatz. Besonders in elektronischen Medien hört man stattdessen: „Das Wetter, das ist heute schön.“ „Der Regierende Bürgermeister, der hat Tennis gespielt“ – jeweils mit Betonung auf dem Artikel. Es gibt z.B. bei der „Berliner Abendschau“ des rbb eine Moderatorin, die offensichtlich kaum einen einfachen Hauptsatz bilden kann. Auch bei einem schon älteren Moderator im rbb24-inforadio, der in seiner Schulzeit korrektes Deutsch zu sprechen gelernt haben sollte, höre ich dieses Deutsch ganz extrem. „In Potsdam, da hat heute der Landtag getagt.“ Dabei wäre es so simpel: „Der Regierende Bürgermeister hat Tennis gespielt.“ Warum also ständig gespaltene Sätze sprechen, schreiben wird man sie ja hoffentlich nicht, außer wohl auf dem Teleprompter.

Ich erinnere mich noch gut an meine geschätzte Lehrerin für Deutsch und Geschichte, Frau Dr. Wellmar, die jeden gespaltenen Satz – „Der Mann, der hat gesagt.“ – als Fehler ankreidete. Damit hätte sie heute noch recht. Aber dieses Faalsch-Sprech gilt anscheinend als schick, als modern.

Ich erinnere mich übrigens auch an Verantwortliche im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die sehr darauf bestanden, dass dessen Kulturauftrag auch die Pflege der deutschen Sprache beinhaltet.

Aber natürlich: Es ist kaum sinnvoll, sich für korrektes Deutsch zu verkämpfen. „Die deutsche Sprache, die verändet sich“, wird einem sonst entgegengehalten.

10. März 2026

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Der Buddhist, der keine Zwiebeln isst.

Freitag, später Nachmittag in Wannsee auf einem Spielplatz. Ein Mädchen mit hellbraunem Teint im gerade beginnenden Teenageralter steht geschickt auf der Mitte einer Wippe und versucht, ihre jüngeren Geschwister hoch und runter zu wipppen, dabei laut deklamierend: „Ich bin der Buddhist, der keine Zwiebeln isst, ich bin…“ Ich frage sie, warum der Buddhist keine Zwiebeln esse. „Na, weil er dann pupsen muss. Und hast du schon mal einen Buddhisten pupsen gehört?“
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20. März 2026