Ingo Kahle

„Gender Studies“ vs. Evolutionsbiologen

Gender-Debatte: Kulturkampf um das Sagbare. Das biologische und das soziale Geschlecht. Das Gender-Thema  eröffnet hier ein ganz großes Panorama gesellschaftspolitischer Zusammenhänge.

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Donald Trump will Meinungsfreiheit an Universitäten. Eigentlich will er verhindern, dass linke und linksliberale Gedanken aus den Unis in die Gesellschaft vordringen. Gesellschaften prägende Gedanken, gern „Erzählungen“ genannt, kamen meist aus Hochschulen. Und immer ging es um das „Sagbare“. Entweder man schließt sich dem Mainstream an oder man wird ausgegrenzt. „Gender Mainstreaming“, die Inklusion, die „Ausgleichsbedürftigkeit“ der Frau, ist so ein Thema, das die letzten Jahrzehnte bestimmte. Aus „Gleichberechtigung“ wurde „Gleichstellung“. Doch „Gender Mainstreaming, Gleichmacherei, basiert auf einem furchtbar gescheiterten Menschenexperiment des US-Psychologen John Money. “Geschlecht“ als „soziales Konstrukt“, nicht als biologische Tatsache. Heute heißt die Ikone dieser Theorien Judith Butler aus Berkeley, USA. Die Gender-„Erzählung“ mit all ihren Zwängen hat sich in den westlichen Gesellschaften ausgebreitet, bis hin zur Gender-Sprache. Doch die wissenschaftliche Reputation der „Gender Studies“ ist dürftig. Die Evidenz ist auf der Seite der Evolutionsbiologen.

In diesem Aufsatz gehe ich weit über das Thema „Gender Studies“ versus Evolutionsbiologen hinaus. Ich stelle Zusammenhänge her, die zeigen sollen, dass es andere, wichtigere Probleme der jungen Generation gibt, als ihre Energie darauf zu verschwenden, Straßen umzubenennen, Unisex-Toiletten zu bauen und die deutsche Sprache „gendergerecht“ umzumodeln. Werden aus Konditorinnen etwa bald „Konditorende“, so wie „Geflüchtete“ und „Teilnehmende“?

Ich befasse mich mit den Evolutionsbiologen Axel Meyer und Ulrich Kutschera, lasse mir von Andreas Rödder zeithistorische Zusammenhänge erklären, kläre über John Money auf, lasse Judith Butler, Sabine Hark, Catherine Newmark zu Wort kommen und mache mir Gedanken darüber, welche Probleme die Alten in unseren demografisch schrumpfenden westlichen Gesellschaften der jungen, arbeitenden Generation, Männern wie Frauen – ohne Frauenarbeit kein Sozialstaat – in den Tornister packen. Der Aufsatz endet mit Humor.

Zum Thema „Adams Apfel imd Evas“ Erbe“, um das es in meinem Aufsatz u.a. geht, habe ich in den Neuen Kammern von Schloss  Sanssouci in Potsdam eine „Tafelrunde“ mit der Schriftstellerin Thea Dorn und dem Evolutionsbiologen Prof. Axel Meyer moderiert. Den im rbb-kulturradio gesendeten Mitschnitt davon können Sie sich hier anhören.

© Ingo Kahle 2019

Stichworte: Gender Studies, Evolutionsbiologen, Axel Meyer, Andreas Rödder, Armin Nassehi,  Judith Butler, Gaby Mayr, Alice Schwarzer, John Money, Ulrich Kutschera. Jörg Baberowski, Donald Trump. Gender Mainstreaming, Gleichberechtigung, Gleichstellung von Frauen,  Zukunft der junge Generation. Babyboomer. Wohlstand.